
KlavierTotal – 4 einzigartige Konzerte
MARTIN IVANOV, KLAVIER
7.Dezember 2025 – 11 Uhr
1.März 2026 – 11 Uhr
26.April 2026 – 11 Uhr
7.Juni 2026 – 11 Uhr

1. 03. 2026 – 11 Uhr
Im Labyrinth der Fugen – Bach und die Angst der Interpreten

Wie geht man als moderner Pianist mit der Strenge und Freiheit Bachs um?
Ivanov verbindet Musik, Geschichte und persönliche Gedanken zu einem spannenden Streifzug durch die Kunst der Fuge.


Was ist die Fuge von Bach?
Johann Sebastian Bach komponierte im Laufe seines Lebens eine immense Anzahl an Fugen, die sich durch sein gesamtes Schaffen ziehen. Allein durch die Sammlung „Das Wohltemperierte Klavier“ (Teil I & II) sind 48 Fugen für Tasteninstrumente belegt. Hinzu kommen zahlreiche Orgelwerke, Die Kunst der Fuge (über 14 Fugen/Contrapuncti), das Musikalische Opfer (inkl. Ricercar) sowie weitere Fugen in Suiten und Kammermusik, was die Gesamtzahl auf weit über 100 eigenständige Fugenwerke erhöht.

Die Kunst der Fuge (BWV 1080) ist ein von Johann Sebastian Bach komponierter, unvollendeter Zyklus von vierzehn Fugen und vier Kanons. Die meisten Fugen werden in diesem Werk Contrapunctus genannt. Die Erstausgabe erschien 1751, ein Jahr nach Bachs Tod. Titelblatt der Erstausgabe von 1751 Titelseite zu Bachs Autograph.





BIOGRAFIE – MARTIN IVANOV, KONZERTPIANIST
Der bulgarische Pianist Martin Ivanov wurde in eine Musikerfamilie geboren und begann im Alter von 4 Jahren Klavier zu spielen und nahm seine Klavierunterrichten bei seiner Mutter, die bis zu seinem Abschluss an der Nationalmusikschule seiner Heimatstadt Ruse, Bulgarien im Jahr 2009 seine Lehrerin blieb.
Während seiner Schulzeit hat Martin an über 50 Klavierwettbewerbe in ganz Europa mit über 45 Preisen teilgenommen. 2006 wurde er vom Direktor von „Jeunesses Musicales“ Bukarest bemerkt und eingeladen, mehrjährige Tourneen in Frankreich, Österreich, Ungarn, Italien, Griechenland und in Rumänien zu spielen, wo es ihm gelang, regelmäßig Klavierkonzerte mit dem Philharmonischen Orchester von Sibiu, Rumänien zu geben. 2008 wurde ihm die größte Auszeichnung seiner Heimatstadt „Ruse 21st Century“ für Außergewöhnliche Erfolge im Musikbereich vergeben.
2009 wurde Martin zum Studium bei dem berühmten Professor Oleg Maisenberg an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien angenommen. Während seines Lebens in Wien spielte auf vielen wichtigen Festivals, wie „Peter The Great“ Niederlande; „San Daniele Piano Meeting“; „II ‘suono’ di Liszt a Villa d’Este“ Italien; „Varna Summer International Festival“und „Apolonia“ Bulgarien; „Beethoven Festival“, „Haydn Region“ Österreich; „International Festival de Musica de Toledo“ Spanien; „Festival von Pennautier“, „Cabardièses Festival“ und das „Chopin Festival Nohant“ in Frankreich, um nur einige zu nennen.
2010 debütierte er mit großem Erfolg im Salle Gaveau in Paris und erhielt viele Einladungen, in Frankreich zu spielen, dank der Französischen Pianistin und Managerin Chantal Stigliani. 2011 gab Martin sein Debüt bei dem Slowakischen Nationalradio, wo er für seine herausragende Aufführung und Leistung von Strawinskys „Three movements of Petrouschka“ in Erinnerung geblieben ist. 2011 war ein sehr wichtiges Jahr, da er auch die bulgarische Geigerin und zukünftige Ehefrau Maria Ramalchanova kennenlernte. Zusammen als Duo waren sie in vielen europäischen Ländern unterwegs und haben viele Veranstaltungen organisiert, wie Konzerte, Mini-Festivals und Meisterklassen in Österreich. Seit 2015 ist Maria für seinen künstlerische Tätigkeiten verantwortlich.
2016 machte er drei Konzertreisen in England, Deutschland, Österreich, Slowakei und Ungarn mit insgesamt 32 Auftritte. Ein Jahr später begann er mit Österreichs größtem Musiklabel “Gramola” nach seine Aufnahme aller Walzer von Frederic Chopin zu arbeiten. Die CD wurde vom großen Publikum mit viel Respekt angenommen und ist bis heute die meistverkaufte CD von Martin Ivanov. 2018 veröffentlichte er sein zweites Album mit dem Titel „Fantasiestücke und Novelleten“ von Robert Schumann, 2019 – sein drittes „Sonate in h-Moll und Paganini Etüden“ von Franz Liszt und 2020 sein zweites Liszt-Album „Sämtliche Ungarische Rhapsodien“.
Neben seinen regelmäßigen Auftritten gab Martin sein bisher größtes Konzert in 2019: Sämtliche Ungarischen Rhapsodien von Liszt an einem Abend im ausverkauften Saal des Alten Rathauses in Wien. Ein solches Repertoire, das über zwei Stunden dauert, stellt eine enorme Menge an Technik, Gedächtnis und Körperenergie dar, die viele sagen würden, dass es unmöglich ist.
Ab 2021 verbringt Martin sehr konzentriert viel Zeit im Tonstudio. Zu den kommenden Alben gehören Liszt-Transkriptionen, verschiedene Werke von Bach, Chopin Nocturnes, “Konzertrepertoire” Reihe von fünf CDs, “Martin Ivanov spielt Martin Ivanov”, sowie viel Kammermusik für insgesamt 12 Alben, aufgenommen im Jahr 2021/ 2022.
2021 debütierte er im Goldenen Saal des Musikvereins, Wien mit dem Sinfonieorchester des Musikvereins mit Dvoraks Klavierkonzert op. 33 mit dem Dirigenten Robert Zelzer.
web: https://de.ivanov-martin.com/concert-pianist
Konzert No.1: Archive 7.12.2025


„KlavierTotal“ ist eine Konzertreihe, die in vier Teilen die Vielseitigkeit des Klavierspiels zeigt. Jedes Konzert beleuchtet verschiedene Perspektiven der Musik – als Komponist, als Musiker und als Interpret.
Im ersten Konzert geht es um die Kompositionen von Martin Ivanov und den kreativen Prozess eines Musikers. Das zweite Konzert widmet sich Johann Sebastian Bach und der technischen sowie emotionalen Herausforderung seiner Werke. Im dritten Konzert steht die Virtuosität von Franz Liszt im Mittelpunkt, mit besonderem Fokus auf seine Ungarischen Rhapsodien und seine Lehrmethoden. Das vierte Konzert bringt Martin Ivanov und seinen Bruder als Partner für Musik zu vier Händen zusammen, kombiniert mit humorvollen musikalischen Einlagen im Stil von Victor Borge.
Ziel dieser Konzertreihe ist es, das Publikum nicht nur zurückzublicken und das Erlebte zu reflektieren, sondern mit einem völlig neuen, tiefgehenden Verständnis für Musik aus jedem Konzert zu gehen. Jedes Konzert ist eine emotionale Reise, in der nicht nur gespielt wird, sondern der Zuhörer durch kraftvolle Beispiele und leidenschaftliche Interpretationen mitgenommen wird.
Es wird nicht nur musiziert – es werden Geschichten erzählt, die die Musik lebendig machen und das Publikum mit Inspiration und neuen Perspektiven für jedes kommende Konzert erfüllen.

